Kuglhof Immobilien GmbH
EU-weit offener anonymer Realisierungswettbewerb, Anerkennung
mit Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH und 3G1 Architektur PartmbB
September 2026
Neun Stiele, dreizehn Blüten – die Glan Gärten wachsen als lebendiger Quartiersgarten, in dem Vielfalt zur gemeinsamen Identität wird. Aus unterschiedlichen Häusern und Wohntypologien entsteht ein bunter Strauß an Möglichkeiten: grüne Höfe, vielfältige Gärten, Dachlandschaften, gemeinschaftliche Orte und lebendige Nutzungen entfalten sich zu einem neuen Stück Stadt. Ein Quartier, das Raum für Begegnung, Natur und individuelle Lebensentwürfe schafft. Das Projekt entwickelt ein klimaresilientes, ressourcenschonendes und zukunftsfähiges Quartier, das auf den natürlichen Potenzialen des Standorts aufbaut. Retentionsdächer, Versickerungsflächen, begrünte Innenhöfe sowie artenreiche Vegetation fördern Wassermanagement, Biodiversität und Mikroklima. Eine serielle, modulare Hybridbauweise aus Recyclingbeton, Betonfertigteilen und Holzrahmenelementen ermöglicht ressourcenschonendes, kreislauffähiges Bauen. Die Energieversorgung erfolgt über Fernwärmerücklauf, Abwasserwärmepumpen, Bauteilaktivierung und Photovoltaik, ergänzt durch energieeffiziente Gebäudehüllen und kontrollierte Lüftung. Autofreie Freiräume, ein Mobility Point, großzügige Fahrradinfrastruktur sowie flexible Grundrisse und BIM-gestützte Planung stärken nachhaltige Mobilität, soziale Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und langfristige Anpassungsfähigkeit.
9 Baukörper = 13 Häuser: Typologien im Dialog
Die neun Baukörper werden durch ihre Fassadengestaltung zu einem Ensemble aus 13 Häusern segmentiert und treten mit Punkthäusern sowie den umliegenden Einfamilienhäusern in einen maßstäblichen Dialog. Die Campanile bildet mit öffentlicher Aussichtsterrasse den identitätsstiftenden Mittelpunkt und holt Festung Hohensalzburg sowie die Bergkulisse ins Quartier. Die angepasste Setzung des KBBE-Exoten stärkt den geschützten Hof, während südliche Punkthäuser den Park einbinden.
Smarter Split
Der „Smarte Split“ nutzt das unterirdische Volumen effizient und schafft durch leicht angehobene Innenhöfe ein Vielfaches an nicht unterbauten Flächen. Im Split-Level entstehen gut erreichbare Räume für Einlagerung und sanfte Mobilität. Gemeinsam mit großzügigen Fahrradabstellanlagen im Erdgeschoss und Mobility Point mit Sharing Angeboten erhält nachhaltige Mobilität Vorbildcharakter. Der motorisierte Verkehr bleibt kompakt in der Tiefgarage, die Freiräume weitgehend autofrei.
Grüne Hofgemeinschaften – bewegte Mitte
Die Anhebung des „Smarten Splits“ differenziert öffentliche Mitte und grüne Hofgemeinschaften und stärkt ihre Identität. Stufen, Rampen, Rutschen und sanfte Böschungen gestalten die Schwelle als vielfältigen Nutzungsraum. Die Höfe entstehen auf wiederverwendetem humusreichem Oberboden und bieten üppiges Grün. Öffentliche Bereiche verbinden ein einheitlicher Belagsteppich mit grünen Intarsien zum aktiven Angerkreuz als gemeinsamer Quartiersmitte.
Strahlender Sockel mit kurzen Wegen
Das aktive Angerkreuz wird von vielfältigen Erdgeschossnutzungen begleitet: Wohnateliers, Keramikstudio, Bewohner:innen-Service, Café im Lee und der Salon Move On beleben den Sockel der Campanile. Gemeinschaftsräume stärken die Hofgemeinschaften. Freiwillige Durchgänge erweitern das Fuß- und Radwegenetz, barrierefreie Gebäudestrukturen verbinden öffentliche Räume mit grünen Höfen. Wohnungsmix und gemeinschaftliche Angebote fördern soziale Nachhaltigkeit und ein generationenübergreifendes Quartier.
Glan Gärten in lebendiger Vielfalt
Die Freianlagen der Glan-Gärten schaffen ein vielfältiges Angebot mit unterschiedlichen Öffentlichkeitsgraden. Neben gemeinschaftlichen Höfen erhalten intensiv begrünte Dächer als dritte Freiraumebene besondere Bedeutung: Ruheterrassen, Urban Gardening, Spieldach und Panorama-Terrasse. Großzügige Gemeinschaftshöfe mit Spiel-, Aufenthalts-und Bewegungsangeboten, multifunktionalen Rasenflächen und Regenwasserrückhalt ergänzen private Freisitze, KiTa-Freiraum, grüne Entrées sowie öffentliche Passagen mit Fahrradabstellplätzen.
Vegetation der Biodiversität
Artenreiche Vegetationszonen fördern Klimaanpassung und Biodiversität. Extensive Wildblumenwiesen, repräsentative Staudenflächen, Rasen sowie bodengebundene Fassadenbegrünung strukturieren das Quartier. Vogel- und Insektennährgehölze sowie klimaangepasste Bäume nach GALK-Liste stärken die ökologische Qualität. Extensive Gründächer mit PV, Biodiversitätsdächer mit Sand-, Wasser-und Totholzstrukturen sowie intensiv begrünte Dachgärten ergänzen das Freiraumsystem.
Regenwasserkaskaden und Schwammstadt
Das Regenwassermanagement folgt dem Kaskaden- und Schwammstadtprinzip. Retentionsdächer mit Drosselüberläufen speichern Niederschlag und leiten Überschuss zeitverzögert in intensiv begrünte Höfe. Über Kapillarwirkung steht das Wasser den Pflanzen zur Verfügung und unterstützt die Evapotranspiration. Überschüssiges Wasser versickert über nicht unterbaute Hofbereiche. Regenwasserzisternen versorgen Gärten und Grünflächen und sind an Versickerungsrigolen mit Notüberlauf angeschlossen.